Bloodchamber.de: Skum – Skumworks 2 – 7/10 Points

Bloodchamber.de: Skum – Skumworks 2 – 7/10 Points

Martin Baltrusch

Ex-Kollege Pfeil hat “Skumworks Vol. 1” eine durchschnittliche Bewertung gegeben, aber gleichzeitig gemutmaßt, dass SKUM im Laufe der Zeit sich entwickeln könnten. Heute, knapp sechs Jahre später, liegt mir “Skumworks Vol. 2” vor und ich muss sagen: Ja, sie haben sich entwickelt. Und das zum Positiven.

Die Musik mit Death Metal zu umschreiben, wäre bei SKUM wahrlich zu simpel. Zu viele Elemente andere Spielarten sind da doch zu vernehmen. Sei es Industrial (“This Is Your Life”), Hardcore (“Ignorance”) oder Thrash Metal (“Panzer Fahr’n”); die Bandbreite der Kölner ist schon mal groß.
Dazu kommt der Gesang von Nikola Grgic, der eine Wahnsinnsleistung am Mikro abliefert. Von Growls über Keifen bis hin zu (Fast-)Klargesängen, der Typ hat’s drauf und ist live bestimmt eine Rampensau.
Aber auch die Jungs an den Instrumenten lassen die Sau raus. Zu jedem Zeitpunkt merkt man der Band die Spielfreude an. Wenn dann noch ein solch experimenteller Song wie “Down” ertönt, dann weiß man, dass die Jungs Spaß im Proberaum haben. Für die Musik sehr schräger Gesang trifft auf fast schon progressiven Metal, der einen aber trotzdem mitwippen lässt, weil der Track sehr eingängig ist.

Mir fehlt auf dieser Scheibe trotzdem etwas der rote Faden, aber ansonsten ist an der Musik von SKUM nichts auszusetzen. Selbst die Produktion ist für Eigenproduktionen fast schon beispielhaft.

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