Interview with Bloodchamber.de

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Kein bisschen leise sind SKUM auch im 14. Jahr ihres Bestehens. Warum auch, die Formation mit Basis in Köln hat ja gerade erst ihr starkes neues Album “Prašina“ , für das kurz nach dem Interview die Releaseparty steigt. In den Katakomben des MTC treffe ich mich deshalb mit Frontmann und Mitgründer Nikola, der im Gespräch noch redseliger auf der Bühne ist, zum Glück den richtigen Humor für meine Fragen hat und dabei einige interessante Gedanken verrät, die hinter SKUM stecken bzw. die Band mitdefinieren und von denen sich manch anderer eine Scheibe abschneiden könnte.

Steigen wir mit dem Namen ein: Warum gibt sich eine Death Metal Band einen Punk Band-Namen?

Findest du? Ist das ein Punkname? Eine häufige Assoziation im Metalbereich ist ja die NAPALM DEATH Scheibe, allerdings wären wir da auch wieder irgendwie beim Punk… Aber wir haben dabei nicht szenemäßig gedacht. Wir haben nicht überlegt, es soll jetzt punkig klingen oder in irgendeine Richtung. Schon in Richtung der Bedeutung, Abschaum, sinnbildlich, das Wort Abschaum, das Meiden von Gesellschaft und was gerne als Abschaum bezeichnet wird, aber nicht unbedingt als solcher zu betrachten ist. Das fand ich ein interessantes Bild, wir haben es aber auch bewusst mit „k“ geschrieben, weil es zum einen natürlich viele Bands mit „c“ gibt und wir fanden es auch ganz cool, als wir es mit „k“ gelesen haben. Das ist auch immer noch etwas, wo ich selbst heute noch sage: Ja, das ist gut. Abschaum kriegst du nicht weg, er ist wie eine hässliche Narbe im Gesicht, die guckst du jeden Tag an, das ist so eine Wahrheit, die du nicht verstecken kannst.

Und in den Metal-Archives seid ihr immer noch die einzigen, die so heißen.
Kommen wir direkt zum nächsten Wort, „Prašina“, dem Albumtitel, der übersetzt „Staub“ bedeutet.

Es wird Praschina, wie mit sch, gesprochen, aber mit dem Akzent haben wir uns ein paar Buchstaben gespart, haha.

Mir ist es schwer gefallen, den Staub des Titel mit der Figur auf dem Cover zu verbinden. Es sieht ein bisschen aus wie eine Justitia, aber mit einem Richtstab statt der Waage.

Die Vorlage dafür war tatsächlich die Nike von Samothrake. Das ist eine Statue, die hat der Roberto (der Gitarrist der Band, der auch das Cover gestaltet hat.) als Vorbild genommen. Wir haben halt überlegt, wie soll das Cover aussehen, und uns mit Roberto zusammengesetzt: Was soll das Cover ausstrahlen, was vermitteln?
SKUM ist für mich warme, lebendige Musik. Ich hab positive, warme Assoziationen, deshalb die Farbgestaltung, mit warmen Farben, rot und orange. Ich fand die Idee schön, wir mögen halt alle diese „großen“ Cover, Roberto ist ein Riesenfan von Dan Seagrave, ENTOMBED und so. Diese postapokalyptischen Szenarien, die man kennt. BENEDICTIONs „Transcend the Rubicon“ finde ich klasse, das ist einer meiner Favoriten. Das war so das, was wir spannend fanden und irgendwie auch haben wollten. In diesem Sinne ein Old School-Cover zu haben. Diese Figur, mir war es wichtig… Von der Basis her machen wir zwar Death Metal, aber das ist nichts, wo wir uns verhaften, weil wir ganz unterschiedliche Musik hören. Da war diese positive Grundenergie, etwas Lebensbejahendes, schön.

Aber wie passt das Warme und Lebensbejahende zu Staub?

„Prašina“, der Titeltrack, ist thematisch sehr ambivalent. Die Strophen sind wirklich sehr sehr finster und depressiv, kann man sagen. Zerstört, kaputt. Der Refrain dagegen ist wirklich sozusagen eine Anklage, er schreit nach Leben. Da ist noch ein Funke drin, wie ein Samen kannst du dir das vorstellen, der doch noch eine Pflanze keimen lässt. Das Bild geht ziemlich gut auf. Das ist auch ein Gedanke, den ich auch musikalisch sehe und inhaltlich transportiere. Trotz allem, was an Negativem passiert und auch zum Leben dazu gehört, zwangsläufig. Es ist immer ein Kampf und es ist so oder so: Du kannst die Hände in den Schoß legen und es passiert. Du kannst aber auch versuchen, aktiv etwas zu ändern.

Also ist die Figur nicht die Bringerin der Apokalypse, sondern sie steht wieder auf aus der Apokalypse und setzt ein Zeichen, dass es noch nicht vorbei ist?

So gesehen. Deshalb hat sie auch unser Banner in der Hand. Etwas, unter dem man sich versammeln kann. Ein letztes Bollwerk der Hoffnung, pathetisch gesprochen. Aber das fand ich schön, dieses Bild, diese Figur ist ein Hoffnungsgeber.

Die wüste Version eines Power Metal Covers, auf dem sich unter dem Banner gesammelt wird.

Hahahaha! So hätte ich das niemals in Worte gefasst, aber ich kann dir jetzt auch nicht ganz Unrecht geben.

Du singst in drei Sprachen und das auch schon längere Zeit.

Kroatisch kam als letztes dazu, Deutsch ist auf der zweiten Platte zum ersten Mal vorgekommen. Und Kroatisch zwischen der zweiten und dritten Platte.

Ich hab in einem Interview mit Christian (der Bassist der Band, der auch das Label betreibt, über das SKUM zur Zeit veröffentlichen.) gelesen, du machst das, weil du es kannst. (Nikola lacht laut auf.) Aber du unterstützt damit schon auch ein wenig die unterschiedlichen Stile der Lieder, oder?

Ich mach das so, wie es mir passt, wie es sich anfühlt. Ich bin ein Bauchmensch. Ich kann meinen Grips ganz gut benutzen, aber meine Entscheidungen treffe ich mit dem Bauch. Wenn der Kopf so sagt und der Bauch so, überlege ich, warum die Ratio etwas anderes sagt und meistens kommen wir dann zusammen. So ist es auch bei den Texten.

Kannst du generell einen unterschiedlichen Charakter ausmachen, z.B. die Lieder auf Kroatisch sind rabaukiger, die auf Deutsch sind massiver in der Ausstrahlung und die auf Englisch mit dem besten Fluss oder gibt es keine generelle Beschreibung?

Die gibt’s nicht und das möchte ich auch nicht, weil ich nie ausschließen kann, dass sich etwas ändert. Leben ist wie Texten für mich ein fließender Prozess, wo ich nicht weiß, was sich in einem Jahr entwickelt. Weil ich mich auch nicht darauf festlege, die Songs so oder so zu gestalten. Ich mach das wirklich aus dem Gefühl heraus, wie es wächst, wie es dem Lied auch dienlich ist vom Gefühl her, wo ich mich am meisten mit wohlfühle. Jede Sprache hat ihr eigenes Bild, ihren eigenen Klang, ihre eigene Atmosphäre. Das eine Lied in Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch würde komplett anders klingen, vielleicht auch lächerlich oder blöd.

Soweit ich weiß, gibt es keinen thematischen roten Faden auf dem Album, aber mir ist aufgefallen, dass ein paar Liedtitel eine Art einen Lebenszyklus bilden: „Spring is Coming“, „The World Turns Red“ und am Ende „When All Life Ends“. Das Album blüht auf, dann ist seine Hoch- oder Hitzephase und am Ende ist alles vorbei.

Schön. Schöne Interpretation! Bewusst würde ich uns das aber nicht so auf die Fahne schmieren. Bewusst haben wir uns entschieden, „When All Life Ends“ soweit nach hinten zu stellen, das passt thematisch und musikalisch, instrumentaler Ausklang. Das fanden wir passend. Es ist kein Konzept, in dem Sinne, dass es eine Storyline gibt, wobei ich das super finde, auf den MERCYFUL FATE Scheiben ist das toll.
Man kann inhaltlich sagen, dass es oft sozialkritische Texte sind, die reflektieren, was passiert in der Welt. Das können Nachrichten sein, aber auch Sachen aus meinem Umfeld. Zum anderen sind es persönliche Geschichten, Momentaufnahmen meines Zustandes, und die sind dann oft auch sehr bildhaft. Ich arbeite auch bei den sozialkritischen Themen gerne grobkörnig, weil ich finde, wenn du in einem Songtext sozialkritische Themen abreißt, bist du schnell in einer ganz blöden Ecke drin, es wird schnell plakativ. Plakativität ist zwar manchmal ein gutes Instrument, aber ich finde nicht der Schlüssel zur Lösung globaler Probleme, dafür ist die Welt zu kompliziert. Wenn es so einfach wäre, hätten wir die Probleme nicht. Und da will ich keine Parolentexte.

Interpretationsoffene Texte, die nur in eine gewisse Richtung deuten?

Ja, auf jeden Fall. Ich suche das für mich aus, ich mag aber auch die ständigen Veränderungen. Zumindest ist mir das bewusst, das ist ja nicht bei jedem so. Manche scheinen sich dem zu verschließen, die sagen etwas und das ist dann in Stein gemeißelt. Ich vertrete schon eher die Ansicht, dass man seine Meinung auch ändern darf, was ja auch vernünftig ist.
Ich finde es wichtig, dass die Leute aus den Texten auch für sich was rausziehen können. Ich mache die ja nicht zum reinen Selbstzweck, dann könnte ich auch ganz genau reinschreiben, das und das ist passiert, das und das beschäftigt mich. Ich mache ja aber ein Bild. Ich mache mir die Mühe, die Worte sozusagen zu schmieden. Was ergibt sich da, was hast du da? Ich bin da wahrscheinlich bei mir selbst am kritischsten, bei anderen Bands hab ich das nicht. Ich kann total entspannt jeden Scheiß mitsingen, wenn ich das gut finde. Und wenn ich dann den Text mal lese und denke, „Oh, das ist aber Blödsinn“, dann kann ich den trotzdem noch mitsingen. Bei mir selbst könnte ich das nicht, weil ich den Anspruch habe, dass es stimmig sein muss. Das ist mir wichtig.

Ihr habt alle vier Lieder von der 2010er Demo aufs Album genommen. Damit jetzt jeder die Lieder hören kann oder auch damit das Album voll und fertig wird?

Wir haben sehr viel Material gehabt und auch Songs weggeschmissen. Wir hatten diesmal den Luxus, dass wir viele viele Klamotten hatten, so dass wir dann gesagt haben, wir wollen eine homogene Platte schaffen. Ich denke, das ist uns gelungen, aber gut, die Beurteilung obliegt nicht uns. Aber für das, was wir mit SKUM verbinden, ist es eine homogene Scheibe. Und diese Songs gehörten mit dazu. Du bist jetzt der erste, der das fragt, aber sie sind auch neu vertont und ich denke, den Unterschied hört man auch. Und ja, die gehören einfach zu „Prašina“ dazu.

Wo du gerade Homogenität gesagt hast: Ich finde die Platte qualitativ homogen, musikalisch aber ganz schön unterschiedlich. Wenn ich an das rockige „Nada“ denke oder die sehr melodische Überleitung in „Blood Is On Our Hands“… Ich hab mir notiert, dich zu fragen, ob SKUM jetzt auswimpen…

Hahaha! Also zur ersten Frage: Für mich schließt sich das nicht aus. Für mich bedeutet das, dass es bündig läuft. Da können viele unterschiedliche Sachen kommen, aber trotzdem hat man den Gedanken: Ja, läuft.
Und Auswimpen? Och ja, warum nicht…

Die Platte ist ja definitiv weniger rabiat als die anderen beiden.

Ja, das stimmt auch. Das liegt auch schlichtweg an der neuen Besetzung, vor allem am vielen Songwriting von Roberto, was wir auch toll finden. Da sind viele klassische Metalgeschichten drin, ich mag das. Es war jetzt nicht so eine bewusste Entscheidung, dass es hierhin oder dahin soll. Es ist einfach so: Die Songs fühlten sich gut an. Ich finde, die haben Arsch. Ich persönlich bin der Meinung, dass wir einen eigenständigen Sound haben, einfach nur weil wir unsere Musik machen. Wir versuchen nicht, nach Blaupause alte Mucke zu machen, und wir versuchen auch nicht, unbedingt originell zu sein. Das ist in meinen Augen ein Problem, was ganz ganz viele neue Bands haben.

Also das machen, was natürlich auf euch zukommt, ohne eine feste Randmarke zu setzen?

Wir haben kein Reißbrett, an dem wir entwerfen und sagen: Das ist unser Ziel. Das ist das wichtige, dadurch entsteht echte Kunst. Nicht durch den Anspruch, ich will jetzt etwas Neues machen. Das muss dir scheißegal sein! Wir machen Rockmusik! Da ist Energie drin, da ist Leben drin, da ist Freiheit drin. Ich kack da nen Haufen drauf, ob das schon tausendmal jemand gemacht hat. Wenn ich das Gefühl habe, das ist genau das, was ich machen will, dann ist das halt so. Punkt Aus. Das ist unsere Art, uns auszuleben.

Der größere klassische Metaleinfluss sorgt auch dafür, dass mir die Platte besser gefällt als die ersten beiden, die mir vor der heimischen Anlage manchmal schon zu rabiat waren. Auf der Bühne fand ich es dagegen immer super.

Das ist auch so eine schöne Sache. Ich kriege oft schönes Feedback aus dem Publikum nach Konzerten, wo Leute, die eher leichtere Sachen hören oder so, kommen und sagen: „Voll geil, voll super! Ich muss dazu sagen, ich höre so Musik, wir ihr sie macht, gar nicht und ich mag die auch überhaupt nicht. Aber ihr, ihr habt mich echt berührt!“ Wenn ich sowas höre, denke ich mir: Cool, alles richtig gemacht. Dann hast du Musik gemacht, nicht Musikrichtung. Ich will Musik machen, ich will nicht eine Szene bedienen. Ist mir scheißegal. Welche Szene denn? Da gibt es so viel Hickhack und Hin und Her.

Christoph (der Schlagzeuger) und du seid immer schon bei SKUM dabei, 14 Jahre mittlerweile. Nimmst du die Band heute bewusst anders wahr, und das Musikmachen?
Habt ihr euch mehr entwickelt und dadurch die Band oder die Band und dadurch ihr?

Beides, das ist eine Wechselwirkung. Das eine geht ja nicht ohne das andere, die Band hat unser Leben auch in persönlicher Hinsicht beeinflusst und umgedreht natürlich auch. Das kannst du nicht trennen. Ich sehe das fast schon als so was Biomechanisches, man ist verwachsen. Gerade bei Christoph und mir, wir machen das jetzt so lange… Ich hab vor 18 Jahren angefangen, Musik zu machen. SKUM ist aus einer anderen Band entstanden, gewachsen, wo Christoph auch schon mit dabei war. Das ist zu so einem festen Bestandteil geworden, dass ich gar nicht mehr sagen könnte, wer wen in welcher Hinsicht beeinflusst.

Wie groß ist denn der Anteil, den SKUM an deinem Leben hat. Ich sag mal ketzerisch: Wenn alle vier oder fünf Jahre ein Album rauskommt, kann der Anteil doch gar nicht so groß sein…

Hahaha! Dass wir nicht so nen großen Output haben, heißt nicht, dass wir wenig machen! Und die Band… Ich versuch mir es jetzt mal ohne vorzustellen, da ist eine Leere da, so groß, dass ich es mir nicht vorstellen kann. Das ist auch nicht einfach Musik machen, sondern explizit SKUM, dieses Ding, dieses Baby. Damals, als ich jung war, war das für mich ein ganz wichtiger Kanal, und er ist es bis heute, um klarzukommen. Um im Kopf auch klarzukommen, um funktionieren zu können. In jungen Jahren war das ganz entscheidend wichtig. Ich glaube, wenn ich die Musik und die Band nicht gehabt hätte, wäre ich einen ganz anderen Weg gegangen. Damals habe ich viel Blödsinn gemacht und wer weiß, wo ich gelandet wäre. Da ist SKUM ein ganz wichtiger Pol, der sehr sehr viel ausgemacht hat.

Ist deshalb das DIY, dass bei euch bedeutet, die Bandmitglieder teilen die verschiedenen Aufgaben, die mit dem Banddasein einhergehen, unter sich auf, auch besonders wichtig?

Es geht auch darum, das nah bei sich zu haben.

Du meinst, weil man die Bandkollegen kennt und ihnen vertraut?

Ja, man ist auch immer nah dran. Wenn man jetzt, blöd gesprochen, Riesenkohle hätte und beauftragt jemanden, mal das Cover oder mal die Texte zu machen… Das ist nicht SKUM! Das ist schon unser Baby, wir sind da komplett involviert und verwurzelt drin. Wenn man das aufmalen würde, könnten wir uns kaum in dem Netz der Verknüpfungen bewegen.

Fehlt nur noch ein zweiter Gitarrist, der ein Studio hat, oder ein Presswerk…

Hehe, ja. Aber wir sind schon sehr glücklich in diesem Line-up. Das jetzt mit diesen vier Leuten ist schon eine sehr runde Sache, mit der ich mich sehr wohlfühle.

Was hast du oder was habt ihr noch vor? Was ist zum Beispiel so ein Traum, den du für möglich erachtest, der aber noch nicht konkret ist, also zum Beispiel ein Auftritt auf dem Party.San?

Ja, also ich fände es cool, auf ein paar größeren Festivals zu spielen. Ich fände es cool, ein bisschen im Ausland zu spielen. Einfach mal Deutschlands Nachbarländer ein bisschen abzuklappern fände ich toll. Und auf einem Level, wo man sagt, wir nehmen uns alle mal im Sommer Urlaub und machen mal eine zwei- bis dreiwöchige Tour. Das wäre super! Das ist eine Sache, von der ich denke: Wow, das wäre cool! Mit viel Improvisation und wenn eine Menge Sachen gut klappen, ist das etwas, das man vielleicht mal irgendwie hinbekommen könnte…
Konkret haben wir schon viele Klamotten für eine neue Platte, wollen also nicht wieder fünf Jahre warten. Am liebsten würden wir schon Anfang 2014 in die Vorproduktion gehen. Wir sind ganz fleißig dabei, es stehen schon, ich will nicht sagen vier Lieder. Es gibt eine Menge Songs, an denen wir schon arbeiten und für die auch Texte da sind. Da hoffe ich mal, dass uns nichts in den Weg fällt, das uns da aufhält.
Das hatten wir gerade vor „Prašina“, in den Jahren davor gab es viele Sachen, die uns aufgehalten haben: Besetzungswechsel, zweimal wurde in den Proberaum eingebrochen… Das sind Sachen, die bremsen dich. Da musst du immer wieder von vorne anfangen. Es ist ja auch ein Motivationsfaktor, das haut dich ja auch raus. Der Proberaum ist gerade ausgeräumt worden, dann musst du dich darum kümmern, dann verlässt einer die Band und du denkst, „What, warum jetzt? Wir wollten doch gerade aufnehmen!“ Ok, hol den nächsten Musiker. So geht’s dann halt weiter. Wir können nicht anders, wir hören nicht auf mit dem Blödsinn. Und wenn es fünf Jahre dauert, dann ist das halt unser Tempo. Was soll man machen, haha.

Wenn ihr dann vielleicht schon Ende 2014 oder Anfang 2015 die Platte rausbringt, sagen alle: Das ist doch nicht SKUM, da sind doch erst 2 Jahre vergangen!

Hahahaha, ja, das stimmt!

http://www.bloodchamber.de/interview/584-skum-musik-nicht-musikrichtung.html