Skum Interview: The Whiplasher 2010

Skum Interview: The Whiplasher 2010
PostAuthorIconGeschrieben von: Hakon
Interviews


Hallo Nikola!

Euch gibt’s ja bereits seit 11 Jahren; Glückwunsch zum Jubiläum ;). Erzählt mir bisschen was über die Anfangszeiten.

Vielen Dank.

Unsere Anfänge erzählen sich wie die meisten Bandbiographien. Ein paar Freunde mit viel Liebe zur Musik setzen sich zusammen und wollen ordentlich loslärmen. Unsere ersten Proben fanden im Keller eines Jugendzentrums statt, die meisten von uns hatten nicht wirklich Plan von dem, was wir da machen, Autodidakten halt, aber wir waren entschlossen. Technisch war da noch ne ganze Menge offen, aber das konnten wir auf der Bühne mit unserem Enthusiasmus ausgleichen, was uns im lokalen Umfeld auch schnell den Ruf einer fetten Live-Band einbrachte, die es ordentlich krachen lässt.

Natürlich blieb der eine oder andere Besetzungswechsel nicht aus, der manchmal das Boot ganz schön ins Wanken brachte. Inzwischen sind von der Urbesetzung nur noch Christoph am Schlagzeug und ich am Mikrofon übrig. Christian am Bass stieß vor über zwei Jahren zu uns, er war uns schon lange privat und von anderen Bands bekannt, unter anderem von Orkus und Sunsetdown. Roberto hingegen war uns völlig unbekannt, als er vor knapp zwei Jahren an unserer Tür stand. Wir waren (und sind) sehr begeistert von seinen Fähigkeiten. Beide brachten eine ordentliche Prise frischen Wind und Motivation mit, die uns sehr gut getan hat. Heute fühlt sich SKUM besser denn je an, sowohl für uns selbst als auch für alte Freunde, die uns seit den Anfängen begleiten.

 

Ihr habt ja sehr viele Einflüsse und verfolgt verschiedene Richtungen, wie Hardrock, Death Metal, Thrash Metal etc… warum habt ihr euch dafür entschlossen? Viele Bands halten sich ja strikt an eine Richtung.

Nun, es ist nicht unbedingt der Entschluss, genau diese Mischung oder irgendeine andere zu machen. Wir kommen in unserem Proberaum zusammen und lassen die Dinge entstehen. Es ist nie unser Ziel gewesen, eine gewisse Richtung eng einzuhalten oder zwanghaft eine Kollektion nach unserem Geschmack zu kreieren und uns dann sklavisch zu binden. Wir sind frei und unsere Musik ist es auch. Es kommt halt irgendwie Metal dabei heraus. Im weitesten Sinne, denn jeder von uns bringt einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack mit, der sich nicht nur auf die Spielarten des Metal oder der Rockmusik beschränkt.

 

Beschreibt eure Band in 3 Worten…

Familie, Intensität, Hingabe

 

Was habt ihr in den 11 Jahren, in denen ihr zusammenspielt, an Lebenserfahrungen gemacht?

Da ist eine ganze Menge passiert. Die Jahre und Erlebnisse haben uns zusammengeschweißt, auch mit Ex-Mitgliedern, so dass wir sie immer noch als Bandmitglieder bezeichnen. Wir haben alle nicht nur rosige Zeiten hinter uns, in denen unsere Freundschaft echt gewachsen ist. Durch dick und dünn, wie man so schön sagt. Man kann sagen, dass wir viel mit- und voneinander gelernt haben. Wovon wir als Menschen wirklich profitiert haben. Wir ruhen mehr in uns und sind wesentlich entspannter als früher.

 

Mit welchen Größen habt ihr schon zusammengespielt, bzw. wie war es für euch?

Hm, spontan fallen mir da gerade nur Mystic Circle, Debauchery, Dew Scented und Desaster ein. Sind halt auch ganz normale Musiker wie alle anderen auch. Nette, bescheidene Leute. Den meisten Bands, die schon länger unterwegs sind, merkt man eine Gelassenheit an, die sie sehr umgänglich macht.

 

Habt ihr eine besondere Zeremonie bevor ihr die Bühne betretet? Und seit ihr nach so langer Zeit noch nervös?

Eigentlich nicht. Wir ziehen uns vor dem Auftritt meist jeder für sich zurück und machen uns warm. Ein bißchen Nervosität ist immer mit dabei. Zumindest bei mir, aber es hält sich in Grenzen. Bei unseren ersten Shows hatte ich richtige Magenkrämpfe und fragte mich nur, was machst du hier eigentlich? Heute ist es eher freudige Erregung.

 

Wann spielt ihr mal bei uns in Österreich?

Sobald uns jemand bei euch spielen lassen möchte. Also: schreibt uns an. Wir sind dabei und freuen uns.

 

Ein paar letzte Worte noch?

Gerne. Hört in unsere Sachen rein. Geht unbefangen an unser Material ran. Gebt uns Feedback. Schreibt uns, was ihr denkt. Macht Propaganda, wenn es Euch gefällt. Und wer weiß, vielleicht spielen SKUM bald bei euch vor der Tür.

 

Danke fürs Interview!


http://www.the-whiplasher.at/interviews/295-skum-interview