Skum – Prašina – Review by Mega-Metal.de | 7,5/10

Skum – Prašina – Review by Mega-Metal.de | 7,5/10

Mal versprüht man eine dreckige Rock’n'Roll-Atmosphäre, dann wird es nach derben Blastbeats plötzlich wieder etwas thrashiger oder es groovt sich die reinste Walze durch die Gehörgänge

Seit bereits über 13 Jahren sind Skum aus Köln auf den Brettern der Republik unterwegs und hinterlassen dabei kaum mehr als Staub (= “Prašina”). Und so macht es natürlich durchaus Sinn, dem dritten Album genau diesen Titel zu geben. Die Musik der vier Rheinländer ist dabei in vielerlei Hinsicht ziemlich interessant. Die Songs auf “Prašina” sind in drei verschiedenen Sprachen gesungen – englisch, deutsch, kroatisch – was speziell im letzten Fall für einen kleinen Exotenbonus sorgt. Erfreulich ist aus meiner Sicht, dass man sich auch nicht vor der eigenen Sprache scheut und mit “Schlachtpark” oder “Brandrodung” (mit “Painkiller”-Opening) eindrucksvoll beweist, dass sowas zweifelsfrei funktioniert – und zwar nicht zuletzt auch deshalb, weil man sich musikalisch immerhin im Death Metal bewegt. Dabei verstehen es Skum durchaus, ihren Death Metal so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Mal versprüht man eine dreckige Rock’n'Roll-Atmosphäre, dann wird es nach derben Blastbeats plötzlich wieder etwas thrashiger oder es groovt sich die reinste Walze durch die Gehörgänge, während man sich im abschließenden und über 7-minütigen “Pjesma Bez Imena” von seiner rein instrumentalen, zwischendurch erstaunlich ruhigen und fast schon progressiv-epischen Seite zeigt. So zerfahren und “unruhig” das jetzt alles klingen mag, aber trotz vieler Wendungen, spannender Ideen und vielen Einzelheiten, die man oft erst nach mehrmaligem Hören wahrnimmt, ist “Prašina” dennoch ausnahmslos nachvollziehbar und wird somit nicht zu einem anstrengenden Kraftakt, sondern zu einem flüssigen, überzeugenden und recht abwechslungsreichen Death Metal Album. (maz)

- 7,5/10 -

http://www.mega-metal.de/cdreviews/bandss/skumprasina.html